Her & His wünschen euch frohe Weihnachten

Fotocredit: unsplash.com, Kate Zaidova

Weihnachten steht vor der Türe. Weihnachten – die Zeit, in der die Familien sich um den Christbaum versammeln – hat eine magische Anziehungskraft auf die Menschen. Nichts ist schöner als einen hell erleuchteten Baum zu sehen und nichts verbreitet mehr Freude und Wärme, als strahlende Kinderaugen. Auch wenn man schon älter ist, vergeht diese Magie nicht.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und eine wunderschöne Zeit mir der Familie und den Freunden.

Möge nämlich die Magie von Weihnachten „nie vergehen“.

 

 

Dennoch wollen wir auch die Herkunft und Idee von Weihnachten nicht vergessen. Und vor allem, an die denken denen es zu Weihnachten nicht so gut geht. Konstantin Wecker hat es in seinem Lied „Es weihnachtet sehr“ gut beschrieben.

Es ist wieder soweit, es weihnachtet sehr.
Die Dekorateure arbeiten schwer,
und große Kinderaugen gaffen
verzückt auf die neuesten Spielzeugwaffen.

Die Stadt ist belagert von Weihnachtsmännern,
vorsorglich gereinigt von Punkern und Pennern,
im letzten Waschgang weichgespült,
daß auch jeder die Reinheit der Liebe erfühlt.

Und weiche Flocken aus künstlichem Schnee
umsäuseln verträumt dein Portemonnaie.

Und draußen, wo wirklich die Kälte wohnt,
wo sich das Christkindgesäusel nicht lohnt,
drunten in den Asylen und Heimen
beginnt wieder das alljährliche Schleimen.

Ja, da warten sie dann, die Alten und Armen,
auf das behördliche Weihnachtserbarmen.
Und obwohl sie eigentlich gar nichts mehr glauben,
haben sie immer noch leuchtende Augen.

Und weiße, gepflegte Politikerhände
beschwören betörend das baldige Ende
einer Not, die schon lang nicht mehr nötig ist,
doch die beim Fortgehn schon wieder jeder vergißt.

Und wie nebenbei wird dann noch angetragen,
am Wahltag das richtige Kreuzchen zu schlagen,
damit die wirklich großen Weihnachtsgaben
bei denen bleiben, die sie immer schon haben.

Und eisige Flocken aus rußigem Schnee
brennen weiter Löcher ins Portemonnaie.

Und sie warten und warten, die Alten und Armen,
auf wirkliche Hilfe, auf echtes Erbarmen,
und obwohl sie eigentlich gar nichts mehr glauben,
haben sie immer noch leuchtende Augen.

Es ist wieder so weit, es weihnachtet sehr,
und wir tragen an unsren Geschenken so schwer,
und wir sind ja so jung und so irre gut drauf
und helfen schon mal jemand vom Boden auf.

Und das muß doch genügen, wir zahlen ja Steuern
und wählen doch Männer, die stets was beteuern,
und während wir denen alles glauben,
schleicht sich der Glanz aus unseren Augen.

Und es bläht sich und füllt sich das Portemonnaie,
und in die Taschen der Ärmsten rieselt der Schnee.

Konstantin Wecker

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und wir hören uns wieder im Jahr 2016 … eure Julija und Bernd!

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