Interview mit Daniel Stampfl von photodast – His Way

Ein Auge für die schönen Dinge des Lebens

Bevor mit unserem Projekt Her & His gestartet sind, haben wir uns intensiv überlegt wofür wir stehen wollen?

Welchen Namen und welche Domain wollen wir verwenden, für welches Image wollen wir stehen, wie sieht die Zielgruppe aus und noch vieles mehr. Das waren alles Fragen, die uns bei der Entscheidung wichtig waren. Nichtsdestotrotz hatten wir ein bestimmtes Bild vor den Augen. Ein Bild und dazu eine Geschichte. Wo waren deine schönsten Erinnerungen und wo hast du dich wohl gefühlt? Mit wem hast du diesen Moment geteilt und was du im Hintergrund gehört.

Als wir diese Eindrücke Daniel von Daniel Stampfl Photo & Design beschrieben hatten,  setzte er sich einmal hin und machte in seinem riesigen Fundus an Bildern sich auf die Suche nach dem optimalen Bild für unsere „Idee“. Es dauerte nicht lange, bis er mit einem Vorschlag gekommen war. Und wir waren sofort begeistert. Das kühle, reduzierte Bild von einem menschenleeren Strand gibt dem Betrachter das Gefühl von Geborgenheit. Wo angekommen zu sein. Jeder von uns ist auf der Suche nach diesem Ort. Und deswegen haben wir uns auch dafür entschieden.

Heute wollen wir kurz bei Daniel vorbeisehen und nachfragen, was für ihn eigentlich „Schönheit“ bedeutet und wie er das optimale Motiv findet. (Anmerkung: das Imagebild könnt ihr auch bei uns erwerben. Bei Interesse bitte um kurze Nachricht)

Her & His: Hallo Daniel, schön dass wir uns heute treffen können. Wie läuft es bei dir gerade?
Daniel: Danke der Nachfrage, mir geht es Bestens.

Her & His: Du hast ja für uns das tolle Imagebild fotografiert. Wo hast du die Aufnahme gemacht?
Daniel: Als ich von Her & His den Auftrag bekommen habe ein passendes Imagebild zu fotografieren kamen mehrere Motive in Frage. Bei solchen Anfragen versuche ich mir immer ein Bild des Unternehmens zu machen und die Markenidentität zu verstehen. Her & His steht für Trends, Mode und Lifestyle. Daher das Strandbild in Italien. Es gibt wohl kein Land, welches besser dafür geeignet gewesen wäre als das Land der Mode und des guten Stils

Fotocredit: Her&His

Fotocredit: Her&His

Her & His: Was braucht man den für ein gutes Bild? Ist da eher das Objekt wichtiger oder die Kamera? Oder spielt das bei der Fotografie nicht so die Rolle?
Daniel: Ein Koch ist auch kein Hauben Koch, weil er eine sündteure Großküche hat. (lacht) Ein Koch lernt, er wendet das Gelernte an und experimentiert. In der Fotografie ist es nicht anders. Man muss die Regeln für ein gern gesehenes Bild lernen, sie anwenden und dann gekonnt brechen. Das unterscheidet Knipsen von Fotografieren, das gefällt den Menschen, wenn sie ein Bild sehen und genau das drücke ich in meinen Fotos aus.

 

Her & His: Fotografierst du lieber Personen oder Objekte?
Daniel: Es hat beides seine Vorzüge. Produkte und Dinge kann man so arrangieren, dass es dem Bild im Kopf entspricht. Man hat aber nicht diesen Überraschungseffekt und die Spontanität eines Menschen. Manchmal ist Fotografie einfach Glück. Auch wenn es nur ein kurzer Ausdruck einer Person ist den man einfängt, es kann der Blick sein, den du später am Plakat oder im Magazin siehst.

Abgesehen von der Spontanität ist das Feedback eines fotografierten Menschen unbezahlbar. Ein gutes Beispiel sind Hochzeiten. Emotionen pur. Es passieren so viele Kleinigkeiten, die man an diesem besonderen Tag einfangen kann, welche ein Brautpaar am gleichen Tag nicht mitbekommt. Wenn man dann die Fotos dann übergibt, geht das Häferl bei manchen dann schon mal über. Ich glaube ein schöneres und aussagekräftigeres Feedback gibt es nicht.

Her & His: Wie bist du den zur Fotografie gekommen?
Daniel: „Der Kuss vor dem Rathaus“ von Robert Doisneau fasziniert mich seit ich denken kann. Das Foto ist nicht nur ein Abbild von einem Paar in Paris, es erzählt eine Geschichte. Irgendwann wollte ich wissen, wie es ist so eine Geschichte zu erzählen. Ich habe Arbeiten der großen Fotografen studiert und mich intensiv mit der Technik, der Psychologie und der Wirkung von Bildern beschäftigt.

Fotocredit: weser-kurier.de, Robert Doisneau

Fotocredit: weser-kurier.de, Robert Doisneau

2012 habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, die Fotografie und Gestaltung zu meinem Lebensmittelpunkt zu machen. Zwar ein schwerer Schritt, aber einer den ich bis jetzt noch nie bereut habe. Und eines habe ich in der Zeit gelernt. Leidenschaft für ein Vorhaben führt dich nicht automatisch zum Ziel aber es kann dich wahnsinnig motivieren.

Her & His: Danke für das Interview!

 

Daniel Stampfl

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